Monumentales Ölgemälde auf Leinwand von Jean-Léon Gérôme, 1855 vollendet und im Musée de Picardie in Amiens aufbewahrt.Monumentales Ölgemälde auf Leinwand von Jean-Léon Gérôme, 1855 vollendet und im Musée de Picardie in Amiens aufbewahrt. Das Werk verherrlicht das Zeitalter des Augustus als Beginn einer neuen Epoche nach Jahrzehnten von Bürgerkrieg und politischem Chaos. Aus Octavian, dem Sieger der Bürgerkriege, wurde Augustus, der Begründer einer neuen politischen Ordnung: Nach seinem endgültigen Sieg über Marcus Antonius und Kleopatra inszenierte er die Wiederherstellung der Republik, während sich die tatsächliche Macht zunehmend in seiner Person konzentrierte. Im Zentrum des Gemäldes thront Augustus als Garant von Frieden, Stabilität und römischer Vorherrschaft. Zugleich verbindet Gérôme diese neue Ordnung mit der christlichen Heilsgeschichte: Die Geburt Jesu erscheint als Gegenpol zur weltlichen Macht Roms und verweist auf den Beginn einer neuen religiösen Epoche innerhalb der unter Augustus befriedeten Mittelmeerwelt.